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ALOE VERA -
Ein
Geschenk der Natur
| Die Aloe
ist von jeher wegen ihrer geheimnisvollen Schönheit,
ihrer natürlichen Eleganz und ihren legendären
heilkräftigen Eigenschaften bekannt. In einigen
Zivilisationen wurde sie sogar wie ein Gott verehrt. Im
alten Ägypten galt die Aloe als die Pflanze, deren
"Blut" Schönheit, Gesundheit und Unvergänglichkeit
verleiht. Für den Kaiser des antiken China
symbolisierten die heilkräftigen hornigen Randstacheln
der Aloeblätter die heiligen Nägel der Gottheit. Bei den
Indianern der Neuen Welt gehörte die Aloe zu den 16
heiligen Pflanzen, die auch dort wie Götter verehrt
wurden. In Afrika nennen die Nomaden sie noch heute die
"Lilie der Wüste", bei den Amerikanern heißt sie "the
Silent Healer", die Russen nennen sie "Lebenselixier". |
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Die Aloe Vera – in ihrem Aussehen eher einem Kaktus ähnlich -
gehört zur Familie der Liliengewächse. Bisher sind auf der
ganzen Welt ca. 300 Aloe-Arten offiziell verzeichnet, doch nicht
alle Arten besitzen heilende Eigenschaften. Nur eine davon – die
"Aloe barbadensis miller" – verfügt nachweislich über die beste
Wirkung auf die Haut und den menschlichen Organismus. Viele
Monate kann eine Aloe ohne Regen auskommen. Sie speichert Wasser
in ihren fleischigen Blättern, schließt die Poren und trocknet
deshalb nicht aus. Damit signalisiert sie uns ihre
Wasserspeicherkapazität, die auch unserer Haut ein
Feuchtigkeitsdepot verleiht.
Äußerlich angewandt hilft das aus dem Mark der Blätter
stammende Gel bei vielen kleinen Leiden, wie Insektenstiche,
Brand- und Schnittwunden, Verdauungsstörungen, Hautausschlägen.
Sportler verwenden das Gel, um Verstauchungen, Zerrungen und
Sehnenentzündungen zu heilen und Sportunfällen vorzubeugen. Das
Gel wird auch in Schönheitsmasken, Gesichtscremes und
Haarwaschmittel verwendet.
Als Saft innerlich genommen, wirkt sie stärkend und belebend und
ergänzt die tägliche Ernährung. Eingesetzt wird Aloe bei
Hautkrankheiten, Asthma, Akne, Schuppenflechte, Pilzbehandlung,
Gift- und Strahlenbelastungen.
Weitere Heilwirkungen aufgrund ihrer biochemischen
Zusammensetzung: hustenstillend, fördert die Narbenbildung,
entzündungshemmend, keimtötend, blut- und schmerzstillend,
fiebersenkend, hilft bei Darmträgheit, erweitert die Haargefäße
und klärt das Blut.
Aloe Vera stimuliert die physischen Funktionen des Organismus
und steigert auch die körpereigenen Abwehrkräfte.
Hauptwirkstoff Acemannan
Ihre besonderen Heilwirkungen verdankt die Aloe einem hohen
Anteil an aktiven Wirkstoffen, in erster Linie das Mucopolysaccharid Acemannan, eine langkettige Zuckerform.
Bis zur Pubertät wird Acemannan im Körper selbst gebildet,
danach muss es mit der Nahrung zugeführt werden. Acemannan wird
in alle Zellmembrane des gesamten Körpers eingelagert und
bewirkt dort die Immunstärkung des ganzen Organismus gegen
krankmachende Parasiten, Viren und Bakterien. Es ist Basis für
alle verbindungsschaffenden Zellen (Haut der Gefäßwände, Sehnen,
Knorpel, Bänder). Acemannan sorgt für ausreichend
Gelenkschmiere, kann Arthritis vorbeugen, lindern oder kurieren.
Durch seine antiviralen, antibakteriellen und antimykotischen
Eigenschaften kann Acemannan helfen, Candidaüberwucherungen zu
kontrollieren und die natürliche Flora der Verdauungsorgane
herzustellen. Das ist besonders wichtig, da der Darm, unser
größtes Immunorgan, bei fast allen Menschen in seiner Funktion
gestört ist. Verdauungsstörungen und Pilzerkrankungen werden
meistens mit chemischen Mitteln behandeln, die eher zu einer
Verschlimmerung führen. Eine ganzheitliche Mykosebehandlung
benötigt Zeit. Hilfe bringen neben dem Aloe Vera-Saft eine
spezielle Ernährungsform mit viel frischem Gemüse und Obst.
Acemannan stimuliert die Beweglichkeit der Verdauungsorgane und
hilft allergieauslösendes Fremdpotein in den Dickdarm
abzuführen.
Acemannan aktiviert und stimuliert Makrophagen, Monozyten,
Antikörper und T-Killerzellen, die allesamt für die Vernichtung
und Abwehr von Fremdkörpern zuständig sind.
Weitere wertvolle Inhaltsstoffe:
13
weitere Mucopoly-und Monopolysaccharide, 11 Anthraquinone
(abführende und schmerzstillende Wirkung), 13 Mineralstoffe (u.a.
Calcium, Phosphor, Kalium, Eisen, Natrium, Mangan, Magnesium,
Kupfer, Zink, Chrom), 15 Enzyme, Saponine, 21 Aminosäuren,
essentielle Fettsäuren; Vit. A, Vit.C, Vit. B1, Vit. B2 (wirkt
gemeinsam mit Vit. B6, z. B. bei Anämie), Vit. B12 (wichtig für
die Funktion der Nervenzellen, fördert die Bildung roter
Blutkörperchen).
Quelle: NATUR & HEILEN – die Monatzeitschrift für gesundes
Leben; 12/97
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